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Amt für Umwelt
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6460 Altdorf
Klimaschutzkonzept Kanton Uri
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Das Ziel ist gesetzt: Bis 2050 soll die Schweiz netto null Treibhausgase ausstossen. Was auf dem Papier einfach klingt, ist für viele Urner Betriebe im Alltag eine Knacknuss. Der neue «KMU-Booster» hilft nun dabei, die Themen Netto-Null und Nachhaltigkeit unkompliziert und passgenau in den Betriebsalltag zu integrieren – mit dem Fokus auf das, was zählt: die Zukunftsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit des Betriebes.
Wirtschaftlicher Erfolg und unternehmerische Weitsicht gehören heute mehr denn je zusammen. Die Markt- und Rahmenbedingungen verändern sich rasant: Grosskunden und Auftraggeber verlangen immer öfter den Nachweis über Klimabemühungen – wer hier nicht liefert, riskiert langfristig Aufträge. Zudem fliesst auch das Kapital immer grüner: Banken, die selbst an strategische Klimaziele gebunden sind, prüfen bei der Kreditvergabe vermehrt die Nachhaltigkeitsrisiken ihrer Geschäftskunden. Das zeigt: Zukunftsorientiertes Handeln ist für KMU unter anderem auch eine handfeste Strategie, um Aufträge zu sichern und die Finanzierung zu gewährleisten.
Dass dies keine ferne Theorie ist, unterstreicht Fabio Gerig, Standortleiter der Merck & Cie KmG Altdorf: «Als global tätiges Unternehmen ist Nachhaltigkeit fest in unserer Strategie verankert. Deshalb arbeiten wir gemeinsam mit unseren Lieferanten daran, Klimaziele und zukünftige Anforderungen verantwortungsvoll umzusetzen. Wir unterstützen den Booster, weil wir auf zukunftsfähige Unternehmen aus dem Kanton Uri zählen, die als unsere Geschäftspartner und Zulieferer diesen Weg mitgehen.»
Pragmatisch statt dogmatisch
Genau hier setzt der KMU-Booster an. Das Programm, initiiert von der Urner Strategieberatungsfirma Sustainer, will keine Luftschlösser bauen, sondern Bodenhaftung bewahren.
«Es geht nicht um Ideale, sondern um unternehmerische Realität. Wir brauchen einen starken und innovativen Wirtschaftsstandort vor Ort, der den Weg Richtung Netto-Null aktiv mitgehen kann. Der Booster liefert dafür die pragmatische Basis.» – Luca Dittli, Inhaber Sustainer
Das Programm: Effizient und direkt auf den Punkt.
Das Angebot richtet sich an alle Urner KMU mit bis zu 500 Mitarbeitenden. Dank einer Anschubfinanzierung durch private Partner sowie durch die Neue Regionalpolitik (NRP) von Bund und Kanton ist die Teilnahme in der diesjährigen Pilotphase für die Betriebe in allen Teilschritten vollständig kostenlos.
Das Fundament: Der 70-Minuten-Kurz-Check UnternehmerInnen haben wenig Zeit. Deshalb ist die Basis-Analyse des Programms konsequent effizient gestaltet: Über eine digitale Standortbestimmung schaffen die Verantwortlichen via Online-Fragebogen zuerst die Grundlage für eine kompakte Auslegeordnung ihres Betriebs. Darauf aufbauend folgt das persönliche Expertengespräch auf Augenhöhe, um die ersten strategischen Hebel für das eigene Unternehmen direkt zu identifizieren.
Die Unternehmung erhält mit dem Kurz-Check eine erste Entscheidungsgrundlage für anstehende Investitionen, erfährt, welche Nachhaltigkeitskriterien ihre Grosskunden in der Lieferkette voraussetzen, und gewinnt mehr Planungssicherheit bezüglich gesetzlicher Anforderungen. Die Kurz-Checks sind grundsätzlich auf die Begleitung von zehn Unternehmen ausgelegt. Die Plätze werden nach dem Prinzip «First come, first served» vergeben.
Ein besonderer Anreiz für die Urner Wirtschaft: Kostenlose umfassende Beratung für zwei Betriebe. Zwei ausgewählte Betriebe sichern sich eine mehrmonatige, kostenlose Beratung. Eine Fachjury (bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Trägerschaft) wählt die zwei Betriebe aus allen Teilnehmenden des Kurz-Checks aus. Gemeinsam mit einem Netzwerk aus Partner entwickeln die Unternehmen einen massgeschneiderten Netto-Null-Leitfaden und integrierter Nachhaltigkeitsstrategie, sowie wirtschaftlich tragbare Schritte, um Nachhaltigkeit marktorientiert umzusetzen. Als regionale Vorbilder beweisen sie, wie wirtschaftlicher Erfolg und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen. Während des Expertengesprächs im Rahmen des Kurz-Checks wird der Teilnahmeprozess erläutert.
Wissenstransfer und Netzwerk. Parallel zum Kernprozess profitieren alle teilnehmenden Betriebe von einer engen Vernetzung und dem gemeinsamen Wissensaustausch. Das Programm bietet direkten Zugang zu Informationen rund um aktuelle Regulierungen und Fördermittel sowie ein praxisnahes Fachwebinar. Ein besonderes Highlight ist die exklusive Betriebsführung bei der Merck & Cie KmG, die zeigt, wie Nachhaltigkeit im Unternehmen erfolgreich umgesetzt wird.
Am 15. Juli um 19:00 Uhr wird das Programm offiziell lanciert. Die Merck & Cie KmG gibt einen exklusiven Einblick in die unternehmerische Praxis durch ihren Standortleiter Fabio Gerig. Im Fokus stehen die Urner Unternehmerinnen und Unternehmer, die Einladung gilt jedoch für alle Interessierten. Wir freuen uns auf Sie im Innovationsbiotop in Altdorf!
Jetzt anmelden: Anmeldung Event KMU-Booster | Netto-Null wirtschaftlich umsetzten
Ein starkes Netzwerk für den Wirtschaftsstandort Uri
Hinter dem KMU-Booster steht eine breite Allianz aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft, die fundierte und gleichzeitig pragmatische Lösungsansätze sicherstellt. Das Programm wird von folgender Trägerschaft getragen und begleitet:
„Unsere Aufgabe als Dachverband der Urner Wirtschaft ist es, Chancen und Herausforderungen frühzeitig in die Unternehmen zu tragen. Der KMU-Booster bietet interessierten Betrieben eine konkrete Möglichkeit, sich mit Energieeffizienz, nachhaltiger Weiterentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit auseinanderzusetzen. Deshalb fördert Wirtschaft Uri den Dialog zwischen Unternehmen, Behörden und weiteren Partnern.“ – Ivo Schillig, Präsident Wirtschaft Uri (Netzwerkpartner des KMU-Boosters).
Interessierte Urner Unternehmen können den ersten Schritt direkt mit der digitalen Standortbestimmung lancieren. Das Ausfüllen dauert rund 5-10 Minuten und bildet die Basis für das anschliessende Expertengespräch: Standortbestimmung – KMU-Booster
Fristen: Betriebe, die sich neben dem Kurz-Check auch für die vertiefte, kostenlose Begleitung durch die Fachjury interessieren, können die Standortbestimmung bis zum 31. August einreichen. Über das weitere Vorgehen wird im Anschluss schrittweise informiert.
Kontakt für Fragen: Bei Unklarheiten oder für weitere Auskünfte zum Programm steht die Geschäftsstelle der Projektträgerschaft unkompliziert zur Verfügung: Lorie Biderbost (lorie.biderbost@sustainer.ch) und Luca Dittli.